Dresdner Festspielorchester im Friedrichsforum Bayreuth
Gleich zweimal präsentiert sich das Dresdner Festspielorchester im Friedrichsforum Bayreuth: unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi, der den Klangkörper bereits 2022 in Dresden dirigierte, und mit Jan Vogler als Solisten. Die Werkauswahl des Abends schlägt dabei bewusst einen Bogen zu einem bahnbrechenden Großprojekt, mit das Dresdner Festspielrochester dann am 24. Mai noch einmal zu erleben sein wird: Richard Wagners »Götterdämmerung« in der international umjubelten historisch informierten Aufführungspraxis.
Mit dem »Freischütz« prägte Carl Maria Weber nicht nur den Typos der deutschen romantischen Oper, sondern schuf darin auch eine neue Verbindung von dramatischer Handlung und musikalischer Ausdruckskraft, die Richard Wagners eigenes Musiktheater nachhaltig beeinflusste. Dagegen war das Verhältnis zu Felix Mendelssohn Bartholdy von Widersprüchen geprägt: persönlicher Bekanntschaft und künstlerischer Bewunderung standen Konkurrenzgefühle und Wagners Antisemitismus gegenüber. Mendelssohns von einer Italienreise inspirierte Vierte Sinfonie gehört wegen ihres lichten Temperaments und Farbenreichtums heute zu seinen populärsten Werken. Als glühender Verehrer Richard Wagners entwickelte der Brite Edward Elgar eine eigenständige spätromantische Tonsprache, in der sich Wagners Einfluss mit einer unverwechselbar persönlichen Ausdruckskraft verbindet – eindrucksvoll hörbar in seinem Cellokonzert.
Freitag 22. Mai 2026
19.30 Uhr Friedrichsforum Bayreuth
Jan Vogler Violoncello
Dresdner Festspielorchester
Jean-Christophe Spinosi Dirgent
Carl Maria von Weber Ouvertüre zur Oper »Der Freischütz«
Edward Elgar Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
Felix Mendelssohn Bartholdy Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 »Italienische«
