
Martina Gedeck
gehört zu Deutschlands beliebtesten Schauspielerinnen und wird auch von Kritikern und Kollegen immer wieder in den höchsten Tönen gelobt. Die mittlerweile lange Filmografie spricht ebenso für ihre Qualitäten wie die Reihe von Filmpreisen und Auszeichnungen, die sie seit Beginn ihrer Karriere annehmen durfte.
Die Schauspielerin wurde in München geboren und wuchs zunächst in Landshut, dann in Berlin auf. Nach dem Abitur schrieb sich Gedeck zunächst an der Freien Universität Berlin für die Studiengänge Germanistik und Geschichte ein, nahm dann jedoch ein Schauspielstudium im Max-Reinhardt- Seminar an der Hochschule der Künste Berlin auf.
Martina Gedecks Laufbahn begann ganz klassisch auf der Theaterbühne. Ihren ersten Auftritt hatte sie im Theater am Turm in Frankfurt. Es folgten Auftritte am Schauspielhaus Hamburg, am Deutschen Schauspielhaus, am Schauspielhaus Basel, im Theater am Kurfürstendamm in Berlin sowie bei den Hamburger Kammerspielen.
Vor der Kamera fiel sie zum ersten Mal in den Filmen »Die Beute« (1988) und »Tiger, Löwe, Panther« (1989) von Dominik Graf auf. Die Filme »Der bewegte Mann« von Sönke Wortmann (1994), »Stadtgespräch« von Rainer Kaufmann (1995) und »Das Leben ist eine Baustelle« (1995) mit Jürgen Vogel und Armin Rohde markieren Gedecks Durchbruch als Leinwanddarstellerin.
Zu den großen Highlights ihrer Filmkarriere zählen die Dramen »Das Leben der Anderen« (2006) von Florian Henckel von Donnersmarck sowie »Der Baader-Meinhof-Komplex« (2008) von Uli Edel. Beide Filme waren für den »Oscar« für den Besten Ausländischen Film nominiert, wobei das Stasi-Drama »Das Leben der Anderen« diesen Preis erhielt.
Einen besonderen Platz in ihrem künstlerischen Schaffen nimmt das gemeinsame Konzertieren mit Musikern ein. Mit Sebastian Knauer verbindet sie hier seit einem guten Jahrzehnt eine enge Zusammenarbeit.
Martina Gedeck erhielt u. a. zweimal den »Adolf-Grimme-Preis« und den »Deutschen Fernsehpreis«, außerdem den »Deutschen Filmpreis«, die »Goldene Kamera« und den »Bayerischen Filmpreis«. Sie ist Mitglied der Europäischen Filmakademie, der Deutschen Filmakademie, der Akademie der Darstellenden Künste sowie Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und des Chevalier des Arts et des Lettres.