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© Peter Rigaud

Marie-Elisabeth Hecker

Die deutsche Cellistin Marie-Elisabeth Hecker berührt mit der emotionalen Unbedingtheit und warmen Sensibilität ihres Spiels. Mit äußerer Bescheidenheit und dabei großem innerem Reichtum fühlt sie die Musik bis in die letzte Zelle. Über das Cello sagt sie selbst: »Für mich ist es das vielfältigste Instrument: es kann singen, Pulsgeber sein, die Basis für jede Musik, besonders Kammermusik, die Lage des Tenors. Außerdem kann man es sehr natürlich spielen, man muss sich dabei nicht verrenken.«

Den internationalen Durchbruch bescherte ihr der sensationelle Erfolg beim »Rostropowitsch-Wettbewerb« 2005 in Paris: Dort gewann sie – erstmals in der Geschichte des bedeutenden Cellowettbewerbes – sowohl den Ersten Preis als auch zwei Sonderpreise. Seitdem gehört Marie-Elisabeth Hecker zu den gefragtesten Solistinnen der jungen Generation. Insbesondere mit ihrem Ehemann, dem Pianisten Martin Helmchen, ist sie weltweit auch in Rezitalen zu erleben und war unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, im Festspielhaus Baden-Baden, in L'Auditori Barcelona, der Berliner Philharmonie, dem Bozar Brüssel, dem Teatro Colón Buenos Aires, der Elbphilharmonie Hamburg, der Wigmore Hall London, der Carnegie Hall New York, dem Pariser Louvre, der Toppan Hall Tokio, dem Konzerthaus Wien und der Tonhalle Zürich zu Gast. Gemeinsam mit Martin Helmchen ist sie außerdem Mitbegründerin und künstlerischer Co-Direktorin des Internationalen Kammermusikfestivals Fliessen.

Die 1987 in Robert Schumanns Heimatstadt Zwickau geborene Marie-Elisabeth Hecker begann im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel und besuchte das Robert-Schumann-Konservatorium, bevor der bedeutende deutsche Cellist Peter Bruns ihr Hauptlehrer wurde. Sie setzte ihr Studium bei Heinrich Schiff und an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson fort und nahm anschließend an Meisterkursen mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Anner Bylsma, Bernard Greenhouse, Gary Hoffman und Steven Isserlis teil. 2009 wurde sie mit dem »Borletti-Buitoni Trust Award« ausgezeichnet. Seit August 2017 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und gibt Meisterkurse an der Kronberg Academy. In Zusammenarbeit mit Music Road Rwanda unterstützt sie zudem eine Musikschule in Ruanda, mit der sie regelmäßig vor Ort musikalische Projekte realisiert.

Konzerte