Dresdner Festspielchor der Richard-Wagner-Akademie
Im Rahmen des Projektes »The Wagner Cycles«, bei dem Richard Wagners »Ring des Nibelungen« weltweit erstmals in historischer Aufführungspraxis erarbeitet wird, entstand die Idee, analog zum Festspielorchester der Dresdner Musikfestspiele einen Chor zu gründen, der auf historisch informierte Aufführungspraxis der Romantik spezialisiert ist. Darüber hinaus sollen jedoch auch Werke aus anderen Zeiten in den Blick genommen werden.
Und so öffnet sich mit der Gründung des Dresdner Festspielchores der Richard-Wagner-Akademie unter der Leitung von Matthias Jung ein neues spannendes Kapitel in der Geschichte des Festivals. 2026 tritt der Klangkörper mit der Aufführung Wagners »Götterdämmerung« und Verdis „Messsa da Requiem“ erstmals in Erscheinung.
Der Festspielchor besteht aus exzellenten Chorsängerinnen und -sängern, die überwiegend aus dem Dresdner Raum kommen. Auf diese Weise fungiert er als Instrument, um das enorme Potenzial an guten Stimmen in der Region zu präsentieren und größere Chorprojekte zu realisieren. Er trägt dazu bei, Dresden als eine der weltweit führenden Chorstädte weiter zu profilieren. Dabei speisen sich die Sängerinnen und Sänger vor allem aus Chören mit jungen Stimmen wie dem Sächsischen Vocalensemble, dem Dresdner Motettenchor und dem Dresdner Kammerchor.
Der Dresdner Festspielchor ist fest in der Richard-Wagner-Akademie verwurzelt. So wird es im Verlauf der Erarbeitung der Wagner-Opern im Projekt »The Wagner Cycles« – ähnlich wie für die Gesangssolistinnen und -solisten und die Musikerinnen und Musiker des Dresdner Festspielorchesters – Workshops für die Gesangsstimmen geben, beispielsweise Sprachtraining, das sich nah an den originalen Quellen orientiert. Auf diese Weise trägt der Dresdner Festspielchor zum Ansinnen der Richard-Wagner-Akademie bei, Musikgeschichte für das Publikum hautnah erlebbar und Wissenschaft für alle zugänglich zu machen.