Herz Europas15. Mai bis 3. Juni 2012

Künstler

Daniel Glaus

1957 in Bern geboren, widmete sich umfassenden Musikstudien in Bern, Freiburg im Breisgau und Paris in den Fächern Theorie (Theo Hirsbrunner), Komposition (Klaus Huber), Orgel (Heinrich Gurtner, Gaston Litaize, Daniel Roth) und Dirigieren (Paul Theissen, Erich Schmid).
Eindrückliche Begegnungen mit Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik wie Tristan Murail, Brian Ferneyhough, Yannis Xenakis, György Ligeti, Heinz Holliger oder Pierre Boulez, aber auch die Auseinandersetzung mit Heraklit, Platon, Augustinus, dem »Buch Sohar«, Meister Eckhart, Rilke, mit Zahlen, Räumen, Zeiten, Klängen, sowie der Umgang mit Mensch und Natur inspirieren den Komponisten.
Derzeit wirkt er als Professor für Komposition und Orgel an der Musikhochschule Zürich bzw. an der Hochschule der Künste Bern. Außerdem ist er als Titularorganist am Berner Münster tätig. Neben reger internationaler Konzerttätigkeit an der Orgel engagiert sich Daniel Glaus stark für Fragen des Orgelbaus. So war er u. a. maßgeblich an der Konzeption der Bieler »Schwalbennestorgel« beteiligt. 2006 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Bern die Ehrendoktorwürde, und 2009 wurde er mit dem Musikpreis des Kantons Bern ausgezeichnet.
Sein kompositorisches Œuvre umfasst Kammermusik (u. a. drei Streichquartette oder das Klaviertrio »In hora mortis«), Orgelwerke, Vokalmusik (zum Beispiel das Oratorium »Sola quae cantat audit et cui cantatur«), Orchesterwerke sowie zwei Kammeropern (»Zerstreute Wege« und »Die hellen Nächte«). Das Oratorium »Von den vier Enden der Welt ist sein jüngstes Werk.




Daniel Glaus. Foto: Martin Glaus